Gipfelteffen in Gebenbach

Bayernliga-Gipfeltreffen in Gebenbach
Fällt im direkten Duell zwischen der DJK Gebenbach und FCE Bamberg schon die Entscheidung über die Meisterschaft in der Fußball-Bayernliga Nord? Die Trainer jedenfalls haben ihre speziellen Meinungen zum Spitzenspiel Erster gegen Zweiter.

Gebenbach. (mre) Es ist das absolute Top-Spiel der Fußball-Bayernliga Nord: Erster gegen Zweiter, beste Offensive gegen beste Defensive, elf Siege in Folge gegen sieben Siege am Stück. Wenn die DJK Gebenbach am Samstag, 12. November, um 16 Uhr den FC Eintracht Bamberg empfängt, ist Spannung vorprogrammiert.

Die DJK Gebenbach hat nach dem 5: 4-Erfolg in Weiden die Tabellenführung übernommen und steht mit 45 Zählern einen Punkt vor den Oberfranken. Das liegt auch daran, dass die Partie der Bamberger gegen Würzburg wegen nicht umsetzbarer Sicherheitsvorschriften abgesagt werden musste, Gebenbach hat also ein Spiel mehr auf dem Konto.

Einzige Niederlage zum Auftakt

Einen Bruch im Rhythmus der Eintracht befürchtet man durch die Spielabsage dort aber nicht. Sieben Siege holte der FCE zuletzt und musste im Lauf der Saison erst eine Niederlage einstecken, am ersten Spieltag gegen den Würzburger FV. Auf der anderen Seite wartet die DJK Gebenbach, die die letzten elf Partien in Folge gewann – entsprechend groß ist der gegenseitige Respekt. „Ich glaube, beide Teams haben bisher viel richtig gemacht“, so Eintracht-Trainer Jan Gernlein. Das bestätigt auch DJK-Trainer Kai Hempel: „Da treffen zwei der formstärksten Teams aufeinander.“ Gebenbach hat mit 61 Treffern die beste Offensive der Liga, die jetzt auf die sicherste Defensive der Bayernliga trifft (14 Gegentore).

Spagat auf dem Platz

Und so erwarten beide, dass Kleinigkeiten am Ende den Ausschlag geben werden. „Wir wollen natürlich gewinnen, aber wir können frei aufspielen und haben keinen Druck. Da kommt es auf die Tagesform an und darauf, wer es mehr will und den Spagat zwischen Lockerheit und Wille am besten schafft“, glaubt Hempel. „Wer ist reifer, wer kann mit Druck besser umgehen, wer macht weniger Fehler und ist bereiter? Wer das besser macht, gewinnt die Partie“, so sieht es Gernlein. Dass der Ausgang der Partie eine Tendenz für das Rennen um Meisterschaft oder Aufstieg hat, glauben beide übrigens nicht: Zu früh, nicht entscheidend für den weiteren Verlauf, nur eine Momentaufnahme – und Hempel ergänzt: „Wenn du am Ende oben stehen willst, musst du gegen die unteren zwei Drittel gewinnen.“

Jetzt geht es aber erst mal gegen den Tabellenzweiten und dafür steht der DJK der komplette Kader zur Verfügung.

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 05.11.2022 – 23:55 Uhr

 OnetzPlus

Wer sich am Samstag doch fürs Shopping mit der Familie oder Kaffeetrinken mit der Schwiegermutter entschieden hat, dürfte es bereuen: Das Bayernliga-Derby bot alles, was die Herzen von Fußball-Fans höherschlagen lässt.
Intensive Zweikämpfe wie in dieser Szene zwischen Gebenbachs Bastian Freisinger (Mitte) und Ole Meißner prägten das Neun-Tore-Spektakel.

 

Kai Hempel, Trainer der DJK Gebenbach, wischte sich mehrmals mit beiden Händen übers Gesicht, er versuchte irgendwie seine Gedanken nach diesem wilden Ritt im Weidener Sparda-Bank-Stadion zu sortieren. „Ich brauche jetzt erst einmal eine Halbe“, war dann das erste, das er über die Lippen brachte. Sein Gegenüber Rüdiger Fuhrmann verschwand unmittelbar nach Spielschluss gleich komplett wortlos in der Kabine.

Es war für alle Beteiligten schwierig, Worte für das aufzubringen, was sich am Samstagnachmittag im Bayernliga-Derby zwischen der SpVgg SV Weiden und der DJK Gebenbach abgespielt hat. Das 90-minütige Drehbuch dieses Oberpfalz-Krimis in Kürze: 1:0, 1:1, 1:2, 2:2, 3:2, 3:3, 4:3, 4:4, 4:5. Neun Tore, irre Wendungen, Elfmeter, Rudelbildung, über 1000 Zuschauer – der dramatische 5:4-Achterbahn-Sieg des neuen Tabellenführers der Bayernliga Nord aus Gebenbach in Weiden bot alles, aber auch wirklich alles, was die Herzen von Amateurfußball-Anhängern höherschlagen lässt.

Individuelle Abwehrschnitzer

Die Gäste zeigten über die gesamte Spielzeit die reifere Spielanlage, waren vor allem vor der Pause das klar überlegene Team. Doch die Weidener überraschten den Lokalrivalen mit ihrer forschen Spielweise und zeigten sich vor dem Tor sehr effektiv. Letztendlich waren es individuelle Aussetzer in der Defensive, die die Fuhrmann-Elf um den Lohn der Arbeit brachten. Exemplarisch seien das plumpe Foul, das zum Strafstoßtor zum 1:1 durch Bastian Freisinger führte oder das lasche Zweikampfverhalten beim 1:2 durch Nico Becker erwähnt.

„Weiden hat das sehr gut gemacht, hat uns früh attackiert, damit haben wir nicht unbedingt gerechnet“, sagte Gebenbachs Jonas Lindner. Auch er war aber mit der Abwehrarbeit seiner DJK unzufrieden. „Wenn wir auswärts fünf Tore schießen müssen, um zu gewinnen, dann gibt es definitiv etwas, das wir aufarbeiten müssen.“ Damit lag er voll und ganz auf der Linie seines Trainers. „Wir bekommen natürlich viel zu einfache Gegentore, aber das ist mir gerade sch…egal. Die Moral dieser Mannschaft, so ein Spiel, an dem wir wirklich keinen guten Tag hatten, doch noch zu gewinnen, ist bärenstark“, lobte Hempel den Schlussspurt seiner Mannschaft, als er wieder zu Worten gefunden hatte.

Rodler vergibt das 4:2 freistehend

Umjubelter Held war Rechtsverteidiger Jan Fischer, der in der Nachspielzeit nach einer abgewehrten Ecke aus 18 Metern zum vielumjubelten 5:4 getroffen hatte. Zuvor war Joker Salah El Berd sechs Minuten vor dem Ende der Ausgleich geglückt. „Letztendlich interessiert niemanden mehr, wie wir das Spiel noch gezogen haben“, gab sich Jonas Lindner doch noch pragmatisch.

Bis zur 84. Minute sah es nämlich noch nach einem Weidener Überraschungssieg aus, 4:3 führte die SpVgg SV. David Bezdicka, Kevin Grünauer, Stefan Pühler und Michael Jonczy hatten die Gastgeber dreimal in Front geschossen, doch am Ende stand die Wasserwerkelf wieder mit leeren Händen da.

„Ich glaube schon, dass wir uns mindestens einen Punkt verdient gehabt hätten. Aber letztendlich müssen wir uns an die eigene Nase fassen, sowohl was unsere Abwehrleistung als auch unsere Chancenverwertung anbelangt“, sagte Stürmer Josef Rodler, der mit sich selbst haderte: „Wenn ich das 4:2 mache, als ich alleine vor dem Tor vergebe, wird es ein anderes Spiel und wir nehmen denen etwas den Wind aus den Segeln.“ Kapitän Sven Kopp richtet, auch wenn es ihm schwerfiel, den Blick wieder nach vorne. „Natürlich ist es für uns extrem bitter. Aber wir haben gut mitgespielt und müssen jetzt die positiven Dinge ansprechen, um vor der Winterpause noch ein paar Punkte zu holen.“

Die positiven Dinge hatte auch Gebenbachs Trainer Kai Hempel nach der Partie schnell wieder gefunden. Am Bus der DJK gönnte sich der Derbysieger dann seine unmittelbar nach Spielschluss schon herbeigesehnte „Halbe“. Es war schließlich ein Tabellenführer-Bierchen.

SpVgg SV Weiden – DJK Gebenbach 4:5 (2:2)

  • SpVgg SV Weiden: Scharnagl – Lang, Kopp, Behnke, Panafidin (46. Gerber) – Meißner, Ruda (72. Graf) – Pühler (86. Weidhas), Bezdicka, Grünauer (90. Chousein) – Jos. Rodler (66. Jonczy)
  • DJK Gebenbach: C. Lindner – Hofmann, Fischer, Ceesay, Geier (72. Scherm) – Becker, J. Lindner, Freisinger (83. Amaizo), Kohler (55. El Berd) – Haller (90.+2 Biermeier), Lieder (55. Seifert)
  • Tore: 1:0 (2.) David Bezdicka, 1:1 (5./Foulelfmeter) Bastian Freisinger, 1:2 (14.) Nico Becker, 2:2 (44.) Grünauer, 3:2 (52.) Stefan Pühler, 3:3 (69.) Bastian Freisinger, 4:3 (75.) Jonczy, 4:4 (85.) Salah El Berd, 4:5 (90.+1) Jan Fischer – SR: Joshua Roloff (FC Bosna Nürnberg) – Zuschauer: 1018
Neun-Tore-Spektakel zwischen der SpVgg SV Weiden und der DJK

Weiden in der Oberpfalz

 05.11.2022 – 16:09 Uhr

Was für ein wildes Bayernliga-Derby am Weidener Wasserwerk: Die DJK Gebenbach fährt nach einer wahren Achterbahnfahrt mit drei Punkten im Gepäck nach Hause, bei der SpVgg SV Weiden ist der Frust groß.

Das war das zwischenzeitliche 4:3 für die SpVgg SV Weiden: Joker Michael Jonczy (rechts) lupfte den Ball gefühlvoll über Gebenbachs Keeper Christoph Lindner hinweg ins Tor.

Es war ein packendes, intensives und für den neutralen Zuschauer höchst unterhaltsames Bayernliga-Derby zwischen der SpVgg SV Weiden und der DJK Gebenbach am Samstagnachmittag im Sparda-Bank-Stadion. Am Ende entführten die Gäste mit einem 5:4 (2:2)-Sieg die Punkte aus Weiden. Die Hausherren schafften es dabei nicht, eine dreimalige Führung über die Zeit zu retten, ehe die DJK in der Nachspielzeit entscheidend zuschlug.

Die Partie gönnte sich keine lange Anlaufphase, es ging sofort in die Vollen. Noch keine zwei Minuten waren absolviert, als David Bezdicka auf und davon war und die Gastgeber mit 1:0 in Führung brachte. Doch im Stile einer Spitzenmannschaft reagierte die DJK prompt, wenn auch unter gütiger Weidener Mithilfe. Niklas Lang brachte völlig unnötig an der Torauslinie den enteilten Timo Kohler zu Fall. Bastian Freisinger ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte den fälligen Strafstoß im Netz. SpVgg-SV-Keeper Fabian Scharnagl war noch dran, doch der Ball war zu scharf getreten.

Und weiter ging die wilde Gebenbacher Fahrt, die durch den frühen Rückstand wie aufgedreht ein hohes Tempo anschlugen. Nico Becker ließ Pavel Panafidin im Körper-gegen-Körper-Zweikampf nicht gut aussehen und blieb vor Scharnagl ganz cool – 2:1 für Gebenbach, Spiel gedreht. In der Folge übernahm die DJK das Kommando, bestimmte Tempo und Spielrichtung nach Belieben. Die Elf des Trainerduos Kai Hempel/Markus Kipry zeigte die reifere Spielanlage und streute immer wieder überraschende Pässe ein, die die heimische Defensive vor enorme Probleme stellte.

Nach 15 Minuten zum Durchschnaufen ging die wilde Fahrt auch im zweiten Abschnitt unvermindert weiter. Und wieder hatte die SpVgg SV Weiden den besseren Start. Nach einem Steilpass lief Stefan Pühler ab der Mittellinie alleine auf das Gebenbacher Gehäuse zu, und der 16-Jährige blieb abgebrüht wie ein 36-jähriger Routinier und spitzelte den Ball an DJK-Keeper Lindner vorbei ins Tor zur erneuten Weidener Führung. Nach dem eine abgefälschte Grünauer-Flanke noch am Lattenkreuz landete, verpasste Nico Becker auf der Gegenseite frei vor Scharnagl den Ausgleich.

Die Begegnung gönnte sich keine Ruhephase, es ging munter hin und her. Josef Rodler scheiterte alleine vor DJK-Schlussmann Lindner, ehe Bastian Freisinger mit seinem zweiten Treffer der abermalige Ausgleich gelang. Der starke Mittelfeldakteur vollendete einen Gebenbacher Konter im zweiten Versuch, nachdem zuvor Scharnagl im Weidener Gehäuse noch stark pariert hatte. Wer gedacht hatte, jetzt machen die wilden 22 Kerle auf dem Platz mal etwas sachter, kam aus dem Staunen nicht mehr raus.

Wieder hielten die Weidener den nächsten Knaller parat: Der eingewechselte Michael Jonczy brachte die SpVgg SV nach einem Konter zum dritten Mal an diesem Tag in Führung. Der Ex-Gebenbacher überwand Lindner per gefühlvollem Heber. Fünf Minuten vor dem Ende glich Gebenbachs Joker Salah El Berd zum 4:4 aus, ehe der große Schlusspunkt folgte. DJK-Rechtsverteidiger Jan Fischer hielt aus 18 Metern einfach mal drauf, sein Schuss schlug zum vielumjubelten 5:4-Sieg der DJK Gebenbach im Netz ein. Erst als die Begegnung abgepfiffen war, konnten sich die über 1000 Zuschauer sicher sein, dass auch wirklich nichts mehr passieren wird.

Die Analyse zum Bayernliga-Derby

OnetzPlus

SpVgg SV Weiden – DJK Gebenbach 4:5 (2:2)

  • SpVgg SV Weiden: Scharnagl – Lang, Kopp, Behnke, Panafidin (46. Gerber) – Meißner, Ruda (72. Graf) – Pühler (86. Weidhas), Bezdicka, Grünauer (90. Chousein) – Jos. Rodler (66. Jonczy)
  • DJK Gebenbach: C. Lindner – Hofmann, Fischer, Ceesay, Geier (72. Scherm) – Becker, J. Lindner, Freisinger (83. Amaizo), Kohler (55. El Berd) – Haller (90.+2 Biermeier), Lieder (55. Seifert)
  • Tore: 1:0 (2.) David Bezdicka, 1:1 (5./Foulelfmeter) Bastian Freisinger, 1:2 (14.) Nico Becker, 2:2 (44.) Grünauer, 3:2 (52.) Stefan Pühler, 3:3 (69.) Bastian Freisinger, 4:3 (75.) Jonczy, 4:4 (85.) Salah El Berd, 4:5 (90.+1) Jan Fischer – SR: Joshua Roloff (FC Bosna Nürnberg) – Zuschauer: 1018

Würzburger FV – DJK Gebenbach 1:2 (0:1)

Würzburger FV – DJK Gebenbach 1:2 (0:1)

Würzburger FV: Koob, Illig, Drösler (89. Ceraj), Schäffler, Imgrund, Hock, Herbert (46. Wild), Renninger, Reinhart, Michel, Hänschke
DJK Gebenbach: C. Lindner – Hofmann, Ceesay, Fischer, Scherm (46. Geier) – Kohler (59. Biermeier), Haller, J. Lindner, Lieder (78. Amaizo), Becker – El Berd (71. Seifert)
Tore: 0:1 (10.) Salah El Berd, 1:1 (51.) Julian Wild, 1:2 (88.) Niko Becker – SR: Silas Kempf – Zuschauer: 300

Lange sieht es danach aus, als könnte der Würzburger FV der DJK Gebenbach wenigstens einen Punkt abknöpfen. Doch der Tabellenzweite der Fußball-Bayernliga Nord schlägt spät noch einmal zu und baut seine Erfolgsserie aus.

Die DJK Gebenbach kann es nicht nur deutlich, sie kann es auch Last-Minute: Das Team von Kai Hempel holte sich den 2:1-Sieg in der Fußball-Bayernliga Nord beim Würzburger FV – den zehnten in Folge – in den letzten Minuten. „Würzburg hat richtig gut gespielt und das Feld klein gemacht, das war nicht einfach für uns heute“, sagte der DJK-Trainer nach einem kampfbetonten und ausgeglichenen Spiel.Die DJK musste kurzfristig auf den zuletzt starken Bastian Freisinger verzichten, für ihn rückte Friedrich Lieder ins Mittelfeld und Salah El Berd in die Sturmspitze. Diese Umstellung lohnte sich aber in der 10. Minute, als El Berd nach Flanke von Johannes Scherm zur Führung traf. Damit ging es auch in die Halbzeit, doch lange blieb es nicht bei dem Ergebnis. In der 51. Minute scheiterte der Würzburger Julian Wild erst noch an Christoph Lindner, setzte dann aber nach und glich zum 1:1 aus.

„Das Tor einfach erzwungen“

Die DJK stellte um, Andre Biermeier kam, verstärkte das defensive Mittelfeld und Gebenbach stabilisierte sich im Lauf der zweiten Hälfte. „Würzburg hätte sich den Punkt sicher verdient gehabt und wir hätten auch mit dem Unentschieden leben können. Aber die Jungs haben sich dann doch verdient, das zu gewinnen, weil sie gekämpft und gearbeitet haben bis zum Schluss und das Tor dann einfach erzwungen haben“, fasste Hempel zusammen, was kurz vor Schluss passierte: Dominik Haller verlängerte einen hohen Ball in die Mitte, wo Niko Becker artistisch den Fuß hinbrachte und mit seinem 15. Saisontor für die Entscheidung sorgte.

Entsprechend emotional wurden der Treffer und der Sieg dann auch gefeiert und auch Kai Hempel wusste, dass so ein dreckiger Sieg große Auswirkungen auf die weitere Saison haben kann: „Das heute hat uns extrem viel gebracht, weil wir gezeigt haben, dass wir bis zum Schluss daran glauben und es noch drehen können.“

Selbstbewusst nach Weiden

In der Tabelle bleibt die DJK Gebenbach auf Platz zwei, weiterhin hinter Eintracht Bamberg – und kann mit dem Selbstvertrauen von zehn Siegen in Folge am kommenden Wochenende zum Derby nach Weiden fahren.

DJK Gebenbach – DJK Ammerthal 6:1 (2:1)

DJK Gebenbach – DJK Ammerthal 6:1 (2:1)

DJK Gebenbach: C. Lindner – Hofmann, Ceeay, Fischer (82. Biermeier), Scherm (80. Geier) – Kohler (71. Seifert), Freisinger, J. Lindner, Haller (68. El Berd), Becker (77. Amaizo) – Lieder

DJK Ammerthal: Sommerer – Neuerer, Marco Kaiser (63. Helleder), Marcel Kaiser, Dimmelmeier (57. Bajrami) – Kobrowski (78. Weidner), Karzmarcyk, Graf (57. Popp), Gömmel – Sulmer (71. Nyary), Muslimovic

Tore: 0:1 (2.) Kenan Muslimovic, 1:1 (19.) Patrick Hofmann, 2:1/3:1 (37./46.) Dominik Haller, 4:1/5:1 (53./66.) Friedrich Lieder, 6:1 (73.) Marco Seifert – Zuschauer: 1300 – SR: Quirin Demlehner

„In der ersten Hälfte war Ammerthal besser, agiler und hat mehr Druck gemacht. Wir haben dann mehr Luft bekommen und sind besser in den Aufbau gekommen. So läuft es halt dann. Aber das zeigt auch die Qualität der Mannschaft, die da mit voller Überzeugung marschiert ist. Auch wenn es am Ende vielleicht ein, zwei Tore zu hoch ist, bin ich super stolz auf die Jungs“, so Gebenbachs Trainer Kai Hempel.

Sein Gegenüber auf Ammerthaler Seite, Jürgen Schmid, war natürlich entsprechend bedient: „Wir haben uns eine klare Marschroute vorgenommen und die in ersten Halbzeit gut auf den Platz gebracht, hatten da auch die besseren Chancen. Trotz Rückstand sind wir positiv in die zweite Hälfte, aber dann kam der schnelle Doppelschlag. Was dann in der zweiten Hälfte passiert ist, darf so nicht passieren. Und deshalb fällt es jetzt auch schwer, der ersten Hälfte etwas Positives abzugewinnen.“

Vor rund 1300 Zuschauern begann das Derby auf jeden Fall mit einem Knall. Raffael Kobrowski schickte Kenan Muslimovic aus dem Mittelfeld lang, die Gebenbacher Defensive kam nicht hinterher, Muslimovic blieb eiskalt und schob zur frühen Führung nach knapp 100 Sekunden ein. Die Gastgeber brauchten eine Zeit lang, um sich zu ordnen, viel ging offensiv erstmal nicht – und defensiv hatte Gebenbach Glück beziehungsweise einen starken Christoph Lindner, der gegen Daniel Gömmel mit einem sehenswerten Fußreflex einen Zwei-Tore-Rückstand verhinderte (14.).

So langsam fing sich die Mannschaft von Kai Hempel und kam in der 19. Minute zum Ausgleich: Patrick Hofmann zog von außen in den Strafraum und hielt einfach mal drauf – Christopher Sommerer war die Sicht hier wohl etwas verdeckt, so dass es plötzlich 1:1 stand. Danach beruhigte sich die Partie etwas, bis Dominik Haller in der 37. Minute aus gut 25 Metern einen Hammer auspackte und die Gastgeber per Traumtor in Führung brachte. Drei Minuten vor der Pause brachte Daniel Gömmel nicht genug Druck hinter einen Kopfball und so ging’s mit einem 2:1 für Gebenbach in die Pause – aber es blieb nicht lange bei diesem Spielstand.

Ein halbes Dutzend

Die Hoffnung, dass Ammerthal vielleicht irgendwie noch zurückkommen könnte, erstickte Friedrich Lieder im Keim, als er nach nach Traumpass von Dominik Haller zum 5:1 traf (66.). Und es kam noch dicker für die Gäste: Patrick Hofmann bediente mit einem punktgenauen scharfen Flachpass den gerade zuvor eingewechselten Marco Seifert zum 6:1 (73.). In der übrigen Spielzeit passierte dann nichts Erwähnenswertes mehr, so dass die DJK Gebenbach nicht nur Partie Nummer neun in Folge gewann, sondern auch als neuer Tabellenführer den Derbysieg sicher ganz besonders genießen konnte.

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