Relegation

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Der Hammer ins Glück und Tränen: DJK Gebenbach hofft weiter, DJK Ammerthal steigt ab

Die DJK Gebenbach darf weiter auf die Bayernliga-Zugehörigkeit hoffen, die DJK Ammerthal steigt sicher in die Landesliga ab. Die Entscheidung am Samstag fiel ganz spät.

Friedrich Lieder (rechts) von der DJK Gebenbach überspielt Vitus Zimmermann vin der DJK Ammerthal. Bild: Hubert Ziegler [Hubert Ziegler] (HUBERT.ZIEGLER@ONLINE.DE)

Friedrich Lieder (rechts) von der DJK Gebenbach überspielt Vitus Zimmermann vin der DJK Ammerthal.

Mit einem Hammer aus 14 Metern in der Nachspielzeit sicherte sich die DJK Gebenbach den Einzug in die zweite Runde der Bayernliga-Relegation: Taylan Avci donnerte den Ball in den Winkel. Es war am Samstag das Tor zum 2:0-Endstand und damit war die 1:2-Niederlage von Mittwoch mehr als egalisiert. Die DJK Ammerthal steigt nach neun Jahren aus der Bayernliga ab. Gebenbach trifft nun am Mittwoch und kommenden Samstag auf die SpVgg Unterhaching II, die den SC Luhe-Wildenau nach der Nullnummer im Hinspiel am Samstag mit 2:0 besiegte.

Größter Aufreger in der ersten Hälfte der Partie in Ammerthal war die Gelb-Rote Karte gegen den Ammerthaler Fabio Pirner nach 29 Minuten. In einem Zweikampf kam er zu spät gegen Dominik Haller. Nur wenige Minuten vorher hatte Fabio Pirner „Gelb“ gesehen. Jonas Schwindl hatte zwei sehr gute Möglichkeiten (40./45+2), der Ammerthaler Andre Karzmarczyk scheiterte per Kopf (45.).

Richtig heiß wurde die Partie, als Friedrich Lieder nach 63 Minuten zum 1:0 für die Gäste abstaubte. Nun legten sich die Gebenbacher die Ammerthaler vor knapp 1500 Zuschauern zurecht. Die Elf von Tobi Rösl schaffte es nur vereinzelt aus der Umklammerung. Die endgültige Entscheidung brachte dann der Knaller in der Nachspielzeit.

DJK beendet Negativserie

DJK beendet Negativserie

Nach acht sieglosen Spielen in Folge hat die DJK Gebenbach beim ASV Neumarkt mit 0:3 gewonnen – auf eine Art und Weise, die man so schon lange nicht mehr von der DJK gesehen hatte. Es war ein Mutmacher für die Relegation.

Friedrich Lieder (links, im Spiel gegen Fortuna Regensburg) erzielte die Gebenbacher 1:0 Führung in Neumarkt.

Nicht dominant, aber defensiv stabil, taktisch gefestigt und – das ist neu – effizient: das waren die Bausteine für den Auswärtssieg der DJK Gebenbach in Neumarkt. „Großes Kompliment an die gesamte Mannschaft, so müssen wir weitermachen. Die Jungs haben heute als Kollektiv zusammengearbeitet, keiner ist aus dem taktischen Korsett raus und jeder hat gemacht, was wir besprochen haben“, freute sich DJK-Trainer Markus Kipry: „Alle haben heute für das Team gearbeitet.“

Das taktische Mittel dabei: Neumarkt den Ball überlassen, sicher stehen und dann schnell umschalten – so ähnlich fiel auch die Führung durch Friedrich Lieder in der Anfangsphase. Neumarkt übernahm dann etwas die Spielkontrolle, kam dabei aber nicht zu vielen oder gefährlichen Chancen, die beste hatte Alexander Moratz bei einem Kopfball an die Latte (22.). Das 0:2 für die DJK fiel dann genau so, wie es sich Markus Kipry vorgestellt hatte: die DJK eroberte sich in der Defensive den Ball, Jan Fischer schaltete schnell um mit einem Ball in die Spitze auf Friedrich Lieder und der bediente Aaron Owusu, der souverän ins lange Eck traf (29.).

Kurz vor der Pause hatte die DJK dann Glück, als Selim Mjaki seinen Versuch knapp neben das Tor setzte (42.). Besser machte es Gebenbach dann in der Nachspielzeit, als Fatih Boynuegrioglu von der Strafraumgrenze abzog, der Ball abgefälscht wurde und zum 0:3-Halbzeitstand ins Tor ging (45.+2).

Im zweiten Abschnitt hatte Neumarkt weiterhin mehr vom Spiel, allerdings ohne wirklich zwingend gefährlich zu werden. Selim Mjaki scheiterte zwei Mal knapp (56., 59.) und beim Versuch von Lukas Rupp aus spitzem Winkel konnte sich DJK-Schlussmann Moritz Plößl auszeichnen (73.). Friedrich Lieder ließ zehn Minuten vor Schluss dann noch das vierte Gebenbacher Tor liegen, aber auch so war gerade der defensive Auftritt der DJK mehr als souverän.

Natürlich sollte man diesen Erfolg beim ASV Neumarkt, für den die Saison schon gelaufen war, nicht überbewerten – das weiß auch Markus Kipry. Aber einerseits war es aus Gebenbacher Sicht sicher nicht das Schlechteste, endlich mal wieder zu gewinnen – und andererseits hat man gezeigt, dass auch wenige Chancen für einen Sieg reichen können. Wenn es in den nächsten Wochen in der Relegation um die Ligazugehörigkeit in der kommenden Spielzeit geht, die Abwehr stabil steht und sich vorne Effizienz einstellt, wäre der erste Schritt schon mal getan.

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