Tore:0:1 (36.) Nico Becker, 0:2 (69.) Salah El Berd –SRin:Davina Lutz –Zuschauer:160
Am Wochenende macht die Bayernliga Pause. Vorher hat die DJK Gebenbach noch etwas für ihr Punktepolster getan. Beim SC Feucht waren die Oberpfälzer eiskalt.
Die DJK Gebenbach hat den zweiten Platz in der Bayernliga Nord gefestigt und sich durch den 2:0-Auswärtserfolg im Nachholspiel beim SC Feucht am Mittwochabend ein Vier-Punkte-Polster auf Rang 3 erkämpft. Nach einer offensiven ersten Hälfte war in den zweiten 45 Minuten dann eher defensives Denken gefordert. „Uns war klar, dass Feucht da kommen wird, aber wir haben das Team sensationell wegverteidigt. Jeder hat dem anderen geholfen. Das zeigt, dass wir nicht nur schön können, sondern auch arbeiten“, sagte DJK-Trainer Markus Kipry.
In der Anfangsphase war die Partie noch einigermaßen ausgeglichen, nach Chancen auf beiden Seiten, bei denen beide Keeper gut reagierten, übernahm die DJK Gebenbach aber die Kontrolle. Bei den Möglichkeiten von Friedrich Lieder (18.) und Salah El Berd (25.) fehlte noch die letzte Genauigkeit. Umso besser ausgespielt war hingegen ein Konter der DJK in der 36. Minute: Timo Kohler brachte den Ball schnell zu Friedrich Lieder, der Nico Becker ins direkte Duell mit Jan Kowaleski im Feuchter Tor schickte und dieses für sich entschied – und so ging es mit einer hochverdienten Führung für die DJK in die Halbzeitpause.
Die Gastgeber, die ihrerseits durch einen Sieg ja an die Tabellenspitze hätten heranrücken können, erhöhten in der zweiten Hälfte den Druck und hatten mehr vom Spiel, allerdings waren die Angriffe dann doch weitestgehend ungefährlich und gingen kaum über Schüsse aus der Distanz hinaus. Und mitten in der Drangphase von Feucht konnte die DJK einen der Entlastungsangriffe erfolgreich abschließen: Salah El Berd kam über die linke Seite, vernaschte einen Verteidiger und brachte den Ball im kurzen Eck zum 2:0 unter (69.). Feucht war eine Zeit lang geschockt, rappelte sich in den Schlussminuten aber noch einmal auf, so dass die DJK einmal auf der eigenen Linie klären musste (81.) und auch Christoph Lindner noch einige Male gefordert war – am Ende stand aber ein verdienter Auswärtserfolg für die DJK Gebenbach.
Die kann sich jetzt einige Tage über Rang 2 freuen. Am Samstag in einer Woche geht es dann zum TSV Großbardorf, wo man dann Sieg Nummer 7 in Serie anpeilt.
Im Freitagabend-Flutlicht-Spiel erwartet die DJK Gebenbach in der Fußball-Bayernliga Nord den SSV Jahn Regensburg II. Der hat in dieser Saison erst einmal auswärts gewonnen. DJK-Trainer Kai Hempel warnt trotzdem.
Eine Woche Zwangspause hatte die DJK Gebenbach nach der Absage der Partie gegen den SC Feucht am vergangenen Freitag. Und so konnte man einen genauen Blick darauf werfen, was die Konkurrenz in der Fußball-Bayernliga Nord an diesem Spieltag machte: Bamberg nahm Donaustauf Punkte weg, Ammerthal zog den Kürzeren gegen Bayern Hof, und auch Eltersdorf kam nicht über ein Unentschieden gegen Würzburg hinaus.
Abgesehen von Bamberg konnte sich also kein Team wirklich absetzen, so dass die DJK trotz eines Spiels weniger als die Konkurrenz weiterhin auf Platz drei steht. Eine Position, die man an diesem Freitag, 23. September (19 Uhr), im Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg II festigen, oder sogar ausbauen möchte.
Ex-Profi auf der Trainerbank
Die U21 des SSV Jahn Regensburg pendelt immer wieder mal zwischen Bayernliga Süd und Bayernliga Nord. Zuletzt war sie – von einer Saison in der Landesliga abgesehen – seit 2016 in der Süd-Staffel, davor im Norden und eben jetzt auch wieder hier. Und einige Experten hatten die Mannschaft des österreichischen Ex-Profis Christoph Jahnk (Austria Salzburg, RB Salzburg, SV Ried) auch als Favorit in der Nord-Gruppe auf dem Schirm.
Den Beweis dafür ist man bisher aber schuldig geblieben. Aktuell rangiert der SSV auf Platz neun, holte 16 Zähler aus zwölf Spielen – was vor allem auf die magere Auswärtsbilanz von nur einem Sieg in sechs Spielen in der Fremde zurückzuführen ist. Auf diese Auswärtsschwäche will man sich bei der DJK Gebenbach aber natürlich nicht verlassen: „Die sind definitiv besser als in den letzten Spielen und können an einem guten Tag gegen jede Mannschaft gewinnen, allerdings an schlechten Tagen auch gegen jede verlieren“, so Kai Hempel. Man schaut also mehr auf sich bei der DJK und das sicherlich mit großer Zufriedenheit. Die vergangenen vier Spiele konnte man gewinnen und ist mit 24 Zählern fünf Punkte hinter Spitzenreiter Bamberg – mit einem Spiel weniger auf dem Konto.
Keine Ausfälle
Die Ausgangslage könnte also schlechter sein: „Wir hätten natürlich gern gegen Feucht gespielt und ich hoffe, die Woche Pause hat uns nicht aus dem Rhythmus gebracht. Grundsätzlich ist das aber keine Momentaufnahme – wir wollen oben dabei bleiben“, so die klare Botschaft von Hempel, der personell aus dem Vollen schöpfen kann.
Tore:1:0 (11.) Johannes Scherm, 2:0 (13.) Friedrich Lieder, 3:0 (20.) Bastian Freisinger, 3:1 (24.) Christian Kuhn, 4:1 (26.) Fabian Vogl, 5:1 (30.) Salah El Berd, 6:1 (31.) Timo Kohler, 7:1 (73.) Friedrich Lieder, 7:2 (76.) Vincent Helm –Gelb-Rot:(84.) Marco Geier (DJK), wiederholtes Foulspiel –Zuschauer: 190 –SR: Philipp Ettenreich
Sieben Tore in einer Partie der Fußball-Bayernliga Nord: Die DJK Gebenbach nähert sich einer „Spitzenmannschaft“, wie Trainer Kai Hempel sagt. Aber noch nicht ganz, denn dazu gehören noch ein paar andere Dinge.
Bereits nach wenigen Minuten erzielte Johannes Scherm (Mitte) die 1:0-Führung.
Bild: Andreas Brückmann
Wenn ein Team mit einer innerhalb von 20 Minuten herausgespielten 6:1-Führung in die Pause geht, dann ist ein Trainer natürlich zufrieden: „Vorsichtig formuliert waren diese 20 Minuten schon im Stile einer Spitzenmannschaft“, so Gebenbachs Trainer Kai Hempel. Und wenn besagte Partie dann 7:2 endet, ist man natürlich zufrieden mit dem Gesamtergebnis, was aber nicht gleichzusetzen mit den zweiten 45 Minuten ist. „Letztlich sind wir zufrieden, aber die zweite Hälfte endet 1:1. Und das ärgert mich, weil wir so weiterspielen wollten wie vorher. Die Chancen waren da, aber der Schlendrian ist zurückgekommen und wir haben vieles nicht sauber zu Ende gespielt.“ Eines sollte das alles aber nicht bedeuten: „Wir dürfen es jetzt nicht zulassen, dass sich ein 7:2-Heimsieg schlecht anfühlt. Weil am Ende sind wir natürlich zufrieden, aber wir werden es auch aufarbeiten.“
Gnadenlos effektiv
Die Geschichte der Partie selbst ist eigentlich schnell erzählt. Geesdorf spielte in den ersten zehn Minuten frech mit, aber wurde dann Opfer von 20 Minuten gnadenloser Effektivität der DJK Gebenbach. Johannes Scherm eröffnete den Torreigen in der 11. Minute auf Zuspiel von Bastian Freisinger, der nur zwei Minuten später erneut Assistgeber für Friedrich Lieder mit einer butterweichen Flanke in die Mitte war (13.). In der 20. Minute war es dann Bastian Freisinger selbst, der am Ende eines traumhaften Spielzugs über Friedrich Lieder und Salah El Berd nach dessen scharfen Zuspiel in der Mitte nur noch den Fuß zum 3:0 hinhalten musste. Den zwischenzeitlichen Anschluss durch Christian Kuhn (24.) steckte die DJK bestmöglich weg, weil sich Bastian Freisinger nur zwei Minuten später mit einer Freistoßflanke einen Vorlagen-Hattrick holte und Fabian Vogl bediente, der per Volley zum 4:1 traf. Darauf hätte bei einer Dreifachchance von Bastian Freisinger, Salah El Berd und Dominik Haller eigentlich das fünfte Tor folgen müssen, aber da parierte Maximilian Humpenöder stark (28.). In der 30. Minute machte das dann aber Salah El Berd, und keine 45 Sekunden später schickte Dominik Haller Timo Kohler auf die Reise, der zum 6:1 einschob (31.).
Anderer Anspruch
Die Gäste waren hoffnungslos überfordert, Gebenbach agierte wie im Rausch – und dann kam Hälfte zwei. Die begann erneut mit guten Chancen für die DJK durch Bastian Freisinger (47.) oder Marco Seifert (53.) – aber dann ließ der Druck der Gastgeber nach, die DJK schaltete einen Gang zurück und die Partie plätscherte vor sich hin. Und genau das war es, was Kai Hempel ärgerte: „Von der Psyche her ist das schon irgendwie nachzuvollziehen, aber der Anspruch, den wir haben, ist ein anderer – wir wollten dranbleiben und nachlegen.“ Nach einigen Halbchancen auf beiden Seiten tat das dann Friedrich Lieder in der 71. Minute, als er bei einem Abspielfehler in der Geesdorfer Abwehr den Fuß hinhielt und das 7:1 markierte – der letzte Treffer der DJK an diesem Tag. Vincent Helm stellte dann den 7:2-Endstand her (76.), der aber genau so wenig Auswirkungen haben sollte wie der Platzverweis für Marco Geier wegen wiederholten Foulspiels (84.). Die Stimmung nach der Partie fühlte sich dennoch etwas irritierend an, immerhin ging die DJK mit einem deutlichen und hochverdienten 7:2-Sieg vom Platz. Doch die zweite Halbzeit wurmte die DJK-Akteure – und genau das sollte man auch als Zeichen dafür sehen, dass man an sich selbst einen hohen Anspruch stellt.