Abtswind mit breiter Brust

Abtswind mit breiter Brust

Nach zwei Siegen in Folge möchte die DJK Gebenbach im Heimspiel der Bayernliga Nord gegen den TSV Abtswind gleich nachlegen. Kein leichtes Vorhaben, denn die Gäste haben eine beeindruckende Bilanz.

Die DJK Gebenbach (rechts Timo Kohler) will im Oster-Heimspiel am Samstag den nächsten Schritt nach vorne machen.

Aus zwei mach drei – so lautet das Ziel an Ostern für die DJK Gebenbach. Nach den zwei Siegen gegen Kornburg und Hof soll nämlich jetzt der dritte Erfolg in Folge her. Am Samstag, 8. April, geht es um 16 Uhr allerdings gegen eines der formstärksten Teams der Liga, wenn der Tabellenfünfte TSV Abtswind nach Gebenbach kommt.

Denn die Unterfranken kommen mit der Empfehlung von 13 von möglichen 15 Punkten im Jahr 2023. Nach einem Unentschieden gegen die U23 des Jahn Regensburg holte der TSV vier Siege am Stück gegen Würzburg, Erlangen, Don Bosco Bamberg und am vergangenen Wochenende gegen Hof. Insgesamt ist Abtswind seit nun zehn Spielen in Folge unbesiegt.

Fall für das Sportgericht

Der 3:1-Sieg gegen Hof wird allerdings noch ein Fall fürs Sportgericht, weil bei einem Treffer wohl das Tor vorab verschoben wurde – man darf gespannt sein, was dabei rauskommt. Auswirkungen auf die Vorbereitungen der DJK hat das aber nicht – man schaut auf sich: „Die haben einen richtigen Lauf, das wird schwer. Aber wir haben uns spielerisch jetzt auch gefangen und es wird von Tag zu Tag besser“, sagte DJK-Trainer Kai Hempel.

Angekommen sei man noch lange nicht, beim Sieg gegen Kornburg habe man aber schon den nächsten Schritt gesehen. Potenzial gebe es aber noch dabei, wie man in entscheidenden Situation agiere – Stichwort vier Platzverweise in fünf Spielen: „Die Jungs marschieren und sind extrem bemüht, auch Einsatz und Wille sind immer da. Aber wir müssen uns manchmal einfach etwas cleverer anstellen, Woche für Woche weiterarbeiten und so auch wieder zu den alten Automatismen finden“, hält Kai Hempel fest.

Alle Sperren abgesessen

Positiv ist, dass es beim Kader keine großen Veränderungen gibt, also keine nachteiligen. Denn alle Rot-Sperren sind abgesessen, Timo Kohler ist aufgrund der Gelb-Roten Karte ohnehin wieder dabei. Dominik Haller hatte im Training noch etwas Probleme, wird aber wohl zur Verfügung stehen. Fehlen wird weiterhin Bastian Freisinger.

DJK Gebenbach bringt Vorsprung mit zehn Mann über die Zeit

DJK Gebenbach bringt Vorsprung mit zehn Mann über die Zeit

Die DJK Gebenbach ist zurück in der Spur: Nach dem 3:2-Sieg gegen die SpVgg Bayern Hof am vergangenen Wochenende gab es am Freitagabend einen 1:0-Auswärtserfolg beim TSV Kornburg. Das Tor des Tages erzielte dabei Jan Fischer in der ersten Hälfte. Knapp war es, – aber aufgrund einer überlegenen ersten Hälfte auch nicht unverdient, auch wenn die Gastgeber in der zweiten Halbzeit in Überzahl aufdrehten: „Das war heute ein hart erkämpfter Sieg, die Jungs haben in Unterzahl gut und clever verteidigt und da mit viel Moral dagegen gehalten. So ein Spiel bringt die Mannschaft auch weiter“, sagte ein erleichterter Teammanager Franz Wittich nach der Partie.

Nach dem Fehlstart aus der Winterpause kommt die DJK Gebenbach in der Fußball-Bayernliga Nord wieder ins Rollen. Im Auswärtsspiel gegen den TSV Kornburg gelang ein knapper Sieg. Der stand nach einem Platzverweis bis zum Ende auf der Kippe.

Jan Fischer (Mitte) erzielte das Siegtor für die DJK Gebenbach beim TSV Kornburg.

 

Trotz des regnerischen Wetters war der Platz in Kornburg, zumindest zu Beginn, weitestgehend in gutem Zustand – und das kam den Gästen aus Gebenbach natürlich zugute. Ausnutzen konnte man das in der 26. Minute, als Jan Fischer im Fünf-Meter-Raum von Jonas Lindner bedient wurde und aus der Drehung mit einem Flachschuss die Führung besorgte. Gebenbach war weitestgehend überlegen, musste dann aber einen Elfmeter gegen sich hinnehmen: Die Grätsche von Johannes Scherm erwischte nicht nur den Ball, sondern auch den Gegner – aber TSV-Stürmer Sebastian Schulik jagte den Ball über das Tor (32.), so dass es mit einer nicht unverdienten DJK-Führung in die Pause ging.

Danach wurde es härter für die DJK, auch weil Timo Kohler in der 52. Minute nach zwei Fouls hintereinander die Ampelkarte sah. Das gab Kornburg nochmal Aufwind, die Gastgeber waren vor allem in der Luft nach Flanken aus dem Halbfeld und bei Standards gefährlich. Gebenbach selbst hätte bei einem Konter über Salah El Berd die Partie gut 15 Minuten vor Schluss entscheiden können, aber so musste man erneut bis zum Schluss zittern – aber auch diesmal, wie schon gegen Hof, ging man letztlich als Sieger vom Platz.
Nach den drei Niederlagen um Auftakt war es jetzt der zweite Sieg in Folge für die Mannschaft von Kai Hempel, die am Samstag, 8. April, den TSV Abtswind erwartet.

TSV Kornburg – DJK Gebenbach 0:1 (0:1)

TSV Kornburg: Ockert, Schuster, Olschewski, Schulik, Kreiselmeyer (56. Ammon), Herzel, Oppelt, Wiedmann (11. Cagli), Burgutzidis (84. Peuntinger), Sauer, Zischler (61. Dittrich)

DJK Gebenbach: C. Lindner – Hofmann, Ceesay, Biermeier, Scherm (69. Graml) – Becker (90. Amaizo), Fischer (90. Albers), Lindner, Haller (72. Lieder), Kohler – El Berd (79. Seifert)

Tor: 0:1 (26.) Jan Fischer – SR: Peter Dotzel – Zuschauer: 200 – Besonderes Vorkommnis: (32.) Sebastian Schulik (TSV) vergibt Elfmeter – Gelb-Rot: (52.) Timo Kohler (DJK)

Gebenbach (ONEtZ)
Update 31.03.2023 – 21:39 Uhr

DJK auf dem richtigen Weg

DJK auf dem richtigen Weg

Vier Elfmeter, zwei gehalten, fünf Tore, ein Platzverweis: Bei der DJK Gebenbach geht’s rund, und dieses Mal lief’s auch rund mit Grund zum Feiern nach dem Spiel gegen die SpVgg Bayern Hof.
Die Partie begann so, wie man es fast schon gewöhnt war bei der DJK in den vergangenen Wochen, nämlich einem Pfiff, der nicht glücklich stimmte: Timo Kohler wurde aus kurzer Distanz angeschossen, Schiri Johannes Wagner entschied auf Handelfmeter. Den hielt Christoph Lindner, er war beim Nachschuss von Tom Feulner aber machtlos (7.).

Die DJK Gebenbach hat ihren Negativlauf beendet – nicht unbedingt auf eindrucksvolle Art und Weise, aber durchaus spektakulär: Im vierten Anlauf des Jahres gab es in einem Spiel mit vier Elfmetern und einem Platzverweis den ersten Sieg in der Bayernliga Nord beim 3:2 (2:1) gegen die SpVgg Bayern Hof. „Wir wollten es heute mehr, das hat man von Anfang an gemerkt. Ach wenn nicht alles geklappt hat, wir das Spiel eher killen müssen und wir noch viel Arbeit haben: Das ist der richtige Weg und sie haben sich das heute verdient“, so DJK-Trainer Kai Hempel.

 

Salah El Berd trifft

Gebenbach also schnell im Rückstand, aber mit der richtigen Antwort nach elf Minuten – und wie: Dominik Haller ließ den Ball nach Zuspiel von Timo Kohler nach vorn tropfen, wo Salah El Berd eiskalt zum 1:1 vollendete. In der Folge beruhigte sich die Partie etwas, Hof hatte leichte Feldvorteile. Die nächste richtig dicke Chance gab’s aber erst in der 33. Minute, als Alexander Seidel den Ball nach einer Ecke an den Pfosten köpfte. In der 42. Minute wiederholte sich die Geschichte mit dem Strafstoß-Tor im Nachschuss, diesmal mit positivem Ausgang für die DJK. Zuvor war Jonas Lindner gefoult worden, Dominik Haller scheiterte erst an David Guyon, aber schob dann den eigentlich gehaltenen Ball ins Tor zur Führung für die Gastgeber.

 

Das erste Highlight der zweiten Hälfte war dann kurios – und von Erfolg für die DJK gekrönt: Erst scheiterte Salah El Berd aus kurzer Distanz an der Latte, Timo Kohler köpfte, der Ball wäre ins Tor, aber Tim Scherbaum rettete mit der Hand – klassischer Reflex, dennoch eindeutig Rot und mit Elfmeter als Konsequenz. Den verwandelte Salah El Berd souverän zum 3:1 (55.).

Zittern bis zum Schluss

Die DJK kam danach zu Konterchancen, agierte aber zu lässig. Hof hingegen gab nicht auf und kam selbst in Unterzahl zu Möglichkeiten, Christoph Lindner verhinderte vorerst aber Schlimmeres gegen Tomas Petracek und Tom Feulner (78., 81.). Und trotzdem mussten die DJK-Anhänger noch bis zum Schluss zittern, weil Maximilian Weiß in der 87. Minute den vierten Elfmeter des Tages (nach Handspiel Johannes Scherm) verwandelte. Zum Glück für die DJK passierte aber nichts mehr, so dass man endlich den ersten Sieg des Jahres feiern konnte.

DJK Gebenbach – SpVgg Bayern Hof 3:2 (2:1)

DJK Gebenbach: C. Lindner – Hofmann (88. Graml), Ceesay, Biermeier, Scherm – El Berd (90. Johnson), J. Lindner, Haller, Geier (30. Becker), Kohler (83. Albers) – Lieder (69. Amaizo)

SpVgg Bayern Hof: Guyon – Seifert, Scherbaum, Seidel, Schubert (46. Wülfert) – Krantz, Mukoyama (69. Weiß), Schmidt, Feulner, Durkan (69. Petracek) – Ajala-Alexis (75. Hamann)

Tore: 0:1 (7.) Tom Feulner, 1:1 (11.) Salah El Berd, 2:1 (42.) Dominik Haller, 3:1 (55., Elfmeter) Salah El Berd, 3:2 (87., Elfmeter) Maximilian Weiß – Besondere Vorkommnisse: (7.) C. Lindner (DJK) hält Elfmeter von Tom Feulner, (42.) Guyon (Hof) hält Elfmeter von Dominik Haller – Rot: (55.) Tim Scherbaum (Hof) Handspiel im Strafraum) – SR: Johannes Wagner – Zuschauer: 330

Eltersdorf

Eltersdorf

Elfer verballert, Rote Karte: DJK Gebenbach verliert erneut

Gebenbach. (mir) Wenn’s läuft, dann läuft’s – wenn nicht, dann gibt’s die nächste Pleite: Die DJK Gebenbach verlor am Freitagabend beim SC Eltersdorf mit 0:3 auch das dritte Spiel in der Bayernliga Nord in diesem Jahr. Das vielzitierte „Spielglück“ fehlte erneut der Mannschaft von Kai Hempel und Markus Kipry, denn ein schnelles Tor für den SC Eltersdorf durch Maximilian Göbhardt zerstörte die Hoffnungen der DJK Gebenbach auf eine gute Partie: Nach einem Foul von Patrick Hofmann im Gebenbacher Sechzehner trat Maximilian Göbhardt zum Elfmeter an – Christoph Lindner hielt sicher. Sehr zum Verdruss der Oberpfälzer ließ Schiri Hendrik Hufnagel den Strafstoß wiederholen – weil Timo Kohler zu früh in der Strafraum gelaufen war. Göbhardt verwandelte Elfer Nummer zwei zum 1:0. Von der DJK, die bis zur Winterpause mit der besten Offensive der Liga glänzte, war nach vorne nichts zu sehen. Die beste Chance hatte nach einem Konter Patrick Hofmann, doch er drosch die Kugel in den Eltersdorfer Nachthimmel. In der 41. Minute ein hoher Ball in der SC-Strafraum, zwei Verteidiger nahmen Friedrich Lieder in die Zange, und der ging zu Boden: Elfmeter. Timo Kohler nahm Maß, doch Torwart Tugay Akbakla – Spitzname „Osmanische Katze“ – ahnte die Ecke und hielt. In der Nachspielzeit dann das 2:0: Einen Freistoß von Christopher Kracun verlängerte Tobias Herzner per Kopf in die Gebenbacher Maschen.

Im zweiten Abschnitt wirkten manche Aktionen der DJK ein bisschen verzweifelt – der Ball wollte bei den wenigen Chancen nicht ins Eltersdorfer Tor. Fabian Vogl, der etliche Möglichkeiten der Hausherren zunichte machte und in der Abwehr eine gute Leistung bot, setzte den Ball (55.) Zentimeter neben den Pfosten. Den endgültigen Knockout versetzte Manuel Stark der DJK Gebenbach mit dem 3:0, als er flach von der Sechzehnergrenze ins Eck schoss. Nun warf die DJK alles nach vorne – und offenbarte hinten gewaltige Löcher. Einmal mehr hielt Lindner im DJK-Gehäuse mit guten Paraden das Ergebnis in Grenzen. Unrühmlicher Höhepunkt: Nach einem rüden Einsteigen von hinten sah Fabian Vogl, Ex-Eltersdorfer, gegen seinen ehemaligen Kollegen Kevin Bär die Rote Karte – ein richtiges Frustfoul.

Tore: 1:0 (7., Elfmeter) Maximilian Göbhardt, 2:0 (45.+3) Tobias Herzner, 3:0 (76.) Manuel Stark – Besonderes Vorkommnis: (41.) SC-Torwart Tugay Akbakla hält Elfmeter von Timo Kohler – Rot: (82.) Fabian Vogl (Gebenbach), rüdes Foul – SR: Hendrik Hufnagel (SV Lenzfried) – Zuschauer: 280

Auswärts gegen Verfolger Eltersdorf

Auswärts gegen Verfolger Eltersdorf

In Eltersdorf wartet der nächste Kracher auf die DJK Gebenbach

Mit 1:6 kassierte die DJK Gebenbach im Hinspiel eine richtige Klatsche, das Rückspiel am Freitag will Trainer Kai Hempel „angriffslustig“ angehen – eine gewagte Sache beim aktuell Tabellendritten der Bayernliga Nord.

Salah El Berd (links) wurde von Spielern des SC Eltersdorf ein bisschen getröstet – nach der bitteren 1:6-Heimpleite im Hinspiel.

Zwölf Punkte hätte die DJK Gebenbach im Optimalfall bisher im Jahr 2023 holen können – doch weil zwei Partien ausfielen und zwei Partien verloren gingen, steht man noch immer mit so vielen Punkten da wie im November. Und seit dem vergangenen Wochenende – und dem eigenen Spielausfall gegen Don Bosco Bamberg – hat man auch die Tabellenführung an den FC Eintracht Bamberg verloren.

Der kam seinerseits zwar auch nicht über ein 1:1 gegen den TSV Abtswind hinaus, aber der ein Zähler reichte, um punktgleich zu werden mit der DJK Gebenbach und aufgrund des besseren direkten Vergleichs auf Platz eins zu klettern. Glattgezogen ist die Situation aber noch lange nicht, weil Bamberg immer noch zwei Spiele weniger als die DJK hat. Für Gebenbach geht es aber jetzt erst einmal darum, den ersten Erfolg im Jahr 2023 einzufahren – und gegen den SC Eltersdorf könnte das am Freitagabend um 19 Uhr auch schon ein Pünktchen sein.

Auf Platz drei

Dass DJK-Trainer Kai Hempel den SCE als „nächsten Kracher“ beschreibt, kommt nicht von ungefähr. Nach einem mittelmäßig guten Start in die Bayernliga kam der Regionalligaabsteiger immer besser in Fahrt und gewann zuletzt vier Spiele in Folge – in diesem Jahr allerdings auch erst, nämlich 1:2 beim ASV Cham. Doch aufgrund der Leistungssteigerung schob man sich auf Platz drei vor und ist damit nur einen Punkt hinter der DJK Gebenbach.

Einstellung stimmt

„Für uns wird es darum gehen, endlich Punkte zu holen in diesem Jahr. Das geht über Standards und Zweikämpfe“, fordert DJK-Trainer Kai Hempel von seinem Team ein, in dem Bastian Freisinger (verletzt) und Jan Fischer nach Rot-Sperre (zwei Spiele) definitiv fehlen werden, der Einsatz von Marco Seifert ist noch fraglich. Dass es zuletzt nicht gut lief, hat natürlich auch ein bisschen auf die Stimmung gedrückt, gibt Hempel zu: „Klar sind die Jungs enttäuscht, wir haben da auch sehr viel geredet. An der Einstellung gibt es nichts zu beanstanden, aber wir müssen die wichtigen Momente halt wieder auf unsere Seite holen.“ Ein Erfolg gegen den Regionalligaabsteiger, der einen Lauf hat, würde der DJK – gerade im Hinblick auf die restliche Saison – sicher einen Schub geben. „Die haben eine brutale Qualität – aber wir gehen angriffslustig in das Spiel rein“, so Hempel.

von Autor MIR ONETZ

Wieder Rot, wieder keine Punkte

Wieder Rot, wieder keine Punkte

Bayernliga Nord, Nachholspiel vom Mittwoch: Effektiver und konterstarker ATSV Erlangen schlägt den Gastgeber satt mit 3:0

Die ersten Takte des neuen Bayernliga-Jahres hätten aus Sicht der DJK Gebenbach im Grunde nicht mieser laufen können. Auf die doch unnötige Niederlage in Donaustauf folgte am Mittwochabend eine 0:3 (0:1)-Heimklatsche gegen einen effizienten wie konterstarken ATSV Erlangen. Ein ganz neues, ungewohntes Gefühl für die Elf von Markus Kipry und Kai Hempel, war sie vorm Jahreswechsel doch längere Zeit nur so durch die Liga marschiert. Synchronität der Ereignisse: Wie schon vor wenigen Tagen beendete Gebenbach die Partie erneut zu zehnt. Diesmal jedoch war die Unterzahl, weil sie wesentlich länger währte, sicherlich viel entscheidender für den Spielausgang.

Diesmal erwischte es Jan Fischer. Nach 25 gespielten Minuten zückte der DJK-Akteur im zentralen Halbfeld ein Foulspiel von hinten, sah dafür die Rote Karte. Zwölf Minuten früher waren die Franken in Führung gegangen durch Lukas Kuschka, der eine Ibrahimovic-Flanke vom rechten Flügel aus elf Metern einköpfte. Bitter aus Gebenbacher Sicht, denn: „Wir waren die erste Viertelstunde richtig gut drin, bekommen mit der ersten Chance des Gegners direkt das 0:1“, ärgerte sich DJK-Coach Kai Hempel. Die zahlenmäßige Unterzahl ließen sich die Gastgeber zunächst aber nicht anmerken, sie blieben gut im Spiel, kamen zu ihren Möglichkeiten. So hätte Torjäger Niko Becker kurz vor dem Pausenpfiff (44.) beinahe ausgeglichen, doch ATSV-Tormann Max Böhnke blieb im Eins gegen Eins Sieger.

Erlangen, das bei Kontersituationen stets Gefahr ausstrahlte, wusste die Überzahl dann aber doch zu nutzen. Das schnelle 2:0 (Josip Bajic/50./zur Stelle nach einer Torhüterabwehr) wirkte wie die frühe Vorentscheidung. Und als Moritz Plößl im Gebenbacher Kasten – Stammkeeper Christoph Lindner wurde nicht rechtzeitig fit – ein drittes Mal hinter sich greifen musste (Patrick Görtler/65.), war der Drops gelutscht. In dieser Szene setzte sich Lukas Kuschka gegen Fabian Vogl durch, seinen Querpass brauchte Görtler nur noch einzuschieben zu seinem 13. Saisontor. Von einem „gebrauchten Tag“ sprach Kai Hempel in seiner Analyse. „Momentan kommen viele kleine Mosaiksteinchen zusammen, warum wir im Endeffekt nicht erfolgreich sind: Wir machen unsere Buden nicht, während der Gegner nicht viele Chancen braucht, um ein Tor zu machen. Hinzu kommt eine mehr als unglückliche Schiedsrichterleistung. Die Jungs sind natürlich sehr enttäuscht, aber wir arbeiten weiter. Und vielleicht ist jetzt so ein bisschen der Druck raus, diese Bürde des Gejagten.“

Dass Gebenbach nach wie vor von der Tabellenspitze grüßt, verdankt man einzig den vielen Spielabsagen zu Ungunsten des Kontrahenten FC Eintracht Bamberg. Denn dessen geplantes Nachholspiel gegen den Würzburger FV konnte am Abend nicht stattfinden: Die Platzverhältnisse im heimischen Fuchs-Park-Stadion ließen eine Austragung nicht zu. Am Samstag nimmt die DJK im nächsten Heimspiel – Gegner ist die DJK Don Bosco Bamberg – den Turnaround in Angriff. Indes begrüßt der ATSV Erlangen, durch den Auswärtsdreier jetzt Tabellensechster, Tags darauf die SpVgg Hof bei sich.

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